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Thilo Krause: Um die Dinge ganz zu lassen

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Thilo Krause
Um die Dinge ganz zu lassen
Gedichte
96 Seiten, 17.80 Euro
ISBN 978-3-940691-62-0
gebundene Ausgabe
poetenladen Verlag, 2015

 

In der Auseinan­dersetzung mit dem eigenen Woher und Wohin schafft Thilo Krause in seinem zweiten Gedicht­band ein Album von Personen, Orten und Zeiten über Länder­grenzen hinweg. Schein­bar neben­sächliche Alltags­beobach­tungen öffnen poeti­sche Räume philo­sophischer Dimens­ion, wobei die Mannig­fal­tig­keit der Bezüge von Bashō über Wallace Stevens bis Seamus Heaney selbst­verständ­lich mitschwingt.

»Es sind Schlaglichter mit Tiefen­perspek­tive, aber ohne Tremolo. Schlicht ge­sagt: Krauses Gedichte sind umwer­fend schön und bestechend klug. Sie erzählen von den grossen Fragen, während sie aufs Kleine schauen«, so die Lite­ratur­kommission Zürich, die den Autor für das Manuskript mit einem Werkjahr aus­zeichnete.

Thilo Krause wurde 1977 in Dresden geboren, wo er nach dem Abitur als Pfleger für Kör­per­behin­der­te arbei­tete. Anschlie­ßend studier­te er Wirt­schafts­ingenieur­wesen, pro­mo­vierte in Zürich und arbeitet heute als Forscher an der Eid­genös­si­schen Tech­nischen Hoch­schule.
Nach seinem Debüt Und das ist alles genug (poe­ten­laden 2012) erschien 2015 sein zweiter Gedicht­band Um die Dinge ganz zu lassen.
Thilo Krause wurde u.a. mit dem Irseer Pegasus und in den Jahren 2009 und 2013 mit einem Werk­jahr des Kantons Zürich aus­ge­zeichnet. 2011 war er Fina­list beim Leonce-und-Lena-Preis und erhielt 2012 den Schwei­zer Lite­ratur­preis (Lyrik). Für seinen Band Um die Dinge ganz zu las­sen wurde er mit der An­erken­nungs­gabe der Stadt Zürich sowie dem Clemens Bren­tano Preis ausgezeichnet.


IV

Alle Abende ballten sich
in der Höhe Gewitter.
Wäsche leuchtete aus den Gärten.

Alle Abende saßen wir draußen
unsere Gesichter winzig
in den Rundungen der Gläser.

Auf der alten Schaukel am Baum berührte ich
mit den Fersen den Tag, mit den Zehen
die Nacht

 

Aus: Um die Dinge ganz zu lassen



die Nacht.»In das mediale Rauschen hinein setzen Thilo Krauses ruhig gehende Verse einen Kontrapunkt: Mit wenigen Worten und unprätentiöser Sprache fängt dieser genaue Beobachter Stimmungen und Lebenssituationen ein und verwandelt sie in Sprach- und Klangbilder von großer Tiefenschärfe. Das Gedicht wird hier zum Ort, um die Dinge ganz zu lassen

Jury des Clemens Brentano Preises (2016)

»Krauses Verse zeugen von genauer Beobachtungsgabe und tiefer Musikalität. In ihrer Kontemplation und Gelassenheit, aber auch in ihrem Sinn für überraschende Wendungen erinnern sie oft an chinesische Gedichte der Tang-Zeit. … Thilo Krause pflegt eine Ästhetik der Schlichtheit. Seine Texte ruhen ganz in sich selbst. Sie kommen ohne Pathos aus. Ihre Welt ist der Alltag, in dem sich indes immer wieder kleine Epiphanien ereignen. Wir verstehen jedes Wort und kommen gleichwohl aus dem Staunen nicht hinaus.«
Manfred Papst, Laudatio Brentano-Preis (2016)

»Auch der zweite Gedichtband von Thilo Krause setzt auf stille Betrachtungen und ruhige Sprache und lädt ein, selbst anders zu schauen. … Das Alltägliche wird gelobt. Gerade die Fähigkeit Krauses, aus allem ein Gedicht zu formen, ohne angestrengt zu klingen oder etwas aufzudrängen. Diese Ruhe findet sich auch in seinem neuen Gedichtband Um die Dinge ganz zu lassen, auch wenn er hier seine Intensionen deutlicher zur Geltung bringt.«
Radio mephisto (2015)

»Thilo Krauses Gedichte lesen sich wie eine magische Inkantation der Welt, deren Schönheit gerade in ihrer Vergänglichkeit besteht. Umwerfend schön und bestechend klug erzählen sie von den großen Fragen, während sie aufs Kleine schauen.«
Literaturkomission der Stadt Zürich (Dezember 2015)

»Mein Tipp ist das Buch Um die Dinge ganz zu lassen. Das sind sehr schöne Miniaturen des Alltags. Am eindrücklichsten sind die Gedichte und die Gedanken an die eigenen Kinder, aus der Sicht der Kinder, gespeist von den Kindern. … Der zugeneigte Blick auf den Lebensanfang scheint aus dem Wissen um den eigenen Abschied zu entstehen.«
Susanne-Marie Wrage | Radio SRF 2 Kultur (Juni 2015)

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