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Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte

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Katharina Bendixen (Hg.)
Quietschblanke Tage,
spiegelglatte Nächte
Großstadtgeschichten
poetenladen, 2008
160 Seiten, 12 Euro
engl. broschiert, fadengeheftet
ISBN 978-3-940691-01-9

 

Vorwort

Moderne Autoren leben in Großstädten, moderne Geschichten spielen in Großstädten. Die Großstadt ist ebenso Spiegel einer rasanten, oberflächlichen, technisierten Welt wie Fluchtpunkt in Anonymität oder Ort von Aufbruch und Veränderung. Junge Autoren wurden gebeten, in Geschichten die großen und kleinen Momente des urbanen Alltags einzufangen. Neunzehn Autoren zwischen zweiundzwanzig und sechsunddreißig Jahren, zum größten Teil in Berlin, Hamburg, Köln oder Leipzig zu Hause, an der Schwelle zur ersten Buchveröffentlichung oder bereits mit eigenen Publikationen, sind der Bitte gefolgt und haben Geschichten geschrieben, die vor dem Hintergrund der Großstadt die Vielfalt metropoler Lebensgefühle abbilden.

Die hier versammelten Geschichten sind so unterschiedlich wie die Großstadt: Es gibt breite Straßen und schmale Bordsteine, begrünte Alleen und graue Wege zwischen Neubaublocks. Manche Geschichten berichten von bekannten Lebensgefühlen in der Metropole – der Orientierungslosigkeit, der Einsamkeit –, andere Geschichten eröffnen neue Blicke auf den städtischen Lebensraum, indem sie ungewohnte Perspektiven einnehmen oder außergewöhnliche Ereignisse beschreiben. Einige Geschichten stellen die Empfindungen eines erlebenden Ichs in den Mittelpunkt, andere finden metaphorische Verallgemeinerungen für prekäre Zustände oder heftige Gefühle. Während manche Texte zeigen, dass es immer noch möglich ist, Geschichten zu erzählen, wehren sich andere Texte heftig gegen das Erzählen und kreisen um sich selbst, um ihre Helden, um das Wort.

Gemeinsam ist allen Geschichten ein Gefühl des Abwartens, das dem Lebensgefühl einer jungen Generation entspricht, die sich nicht in Gewohnheiten einrichten darf, sondern sich immer auf dem Sprung nach etwas Neuem befinden muss. Die Figuren warten auf den Tod der Mutter und bestellen tagtäglich den Leichenschmaus; sie warten auf eine Festanstellung oder den perfekten Mann; darauf, dem eigenen Bett, der Vergangenheit oder einem geschwürartigen Lebensgefühl zu entfliehen; sie erhoffen sich sogar einen Unfall vor dem Fenster, damit ihre eigene Geschichte überhaupt beginnt. Und selbst wenn etwas Unerwartetes in den Alltag der Helden einbricht, wenn sie gerade eine Frau verlassen oder einen Passanten vor einem Café im Sterben liegen sehen, ändert sich doch nicht ihr Lebensgefühl, das unaufhörliche Verharren, der Alltagsüberdruss. So entsteht in fast allen Geschichten eine Spannung zwischen dem erlebten Alltag und der Vorstellung davon, wie das eigene Leben am besten verlaufen sollte. (…)

 

Autoren

Melanie Arns
Luise Boege
Emma Braslavsky
Franziska Gerstenberg
Constantin Göttfert
Carola Gruber
Gregor Guth
Katharina Hartwell
Tania Kummer
Marie T. Martin
Anna-Elisabeth Mayer
Katrin Meissner
Nils Mohl
Maja Rettig,
Steffen Roye
Jana Scheerer
Silke A. Schuemmer
Katharina Schwanbeck
Philipp Weiss
Foto: regentaucher

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