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poetin 25

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poetin nr. 25
Literaturmagazin
poetenladen, Herbst 2018
272 Seiten, 9,80 Euro
ISBN 978-3-940691-94-1
Gefördert durch die Kulturstiftung
des Freistaates Sachsen

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Die 25. poetin ist eine besondere poetin: Das Thema Literatur und Elternschaft wird nicht nur in Gesprächen und Essays behandelt, sondern spiegelt sich auch in den Prosa- und Lyrikbeiträgen wider. Elternschaft schließt die verschiedensten Vater- und Mutterrollen ein – und die Perspektive auf die Kinder. Marcel Reich-Ranicki warnte einmal eine Autorin: „Bekommen Sie bloß kein Kind, sonst werden Sie nie wieder ein Buch schreiben.“ Hoffen wir, dass der Kritiker irrte. Viele heutige Autorinnen haben einen Weg gefunden, Schreiben und Kinder zu vereinbaren, so schwer es oft im Alltag fällt – in den Beiträgen dieser Ausgabe kommen unterschiedliche Ansätze und Modelle zur Sprache.

 

„Die Zeit vergeht anders mit Kindern.“ Markus Orths

„Gebären ist ein Synonym für alle Formen des Schaffens.“ Mithu M. Sanyal

„Ich empfand und empfinde das Konzept Kleinfamilie als die Hölle!“ Christiane Rösinger

„Mit Kindern rutscht das Schreiben in den Alltag zurück.“ Kerstin Preiwuß

„Als wäre es ein Versagen der einzelnen Frau, die Kinder in ihrem Leben nicht unterbringt, das aber doch bitte zu schaffen hat.“ Isabelle Lehn

„Von den Kindern bekommen wir alle etwas zurück, worin wir noch nicht waren.“ Hauke Hückstädt

 


Editorial

 

Die 25. Ausgabe ist eine besondere Ausgabe, denn erstmals zieht sich das Gesprächsthema durch alle Rubriken des Heftes. Wenn es um Autorschaft und Elternschaft geht, steht naturgemäß die Perspektive der Autorinnen und Autoren im Mittelpunkt, doch fördern die Beiträge in ihrer Vielfalt Wesentliches zutage, das für alle Leser, ob Eltern oder nicht, in vergleichbarer Weise gilt. Zu finden sind Texte von der Miniatur bis zum Romanausschnitt, Lyrik vom verspielten Floras Garten bis zum verstörenden Gedicht Kanoko töten, Essays, die das The­ma Elternschaft und Kreativität erhellen, und Gespräche, in denen es um allein­erziehende Mütter oder um die Zeit geht, die mit Kindern eine andere Bedeutung erhält.

Das Konzept des Heftes wurde maßgeblich von Carolin Callies er­arbeitet. Dafür gebührt ihr großer Dank. Die Prosaredaktion lag wie immer in den Händen von Katharina Bendixen. Zu danken ist vor allem den Autorinnen und Autoren, die mit veröffentlichten und vielen unveröffentlichten Texten vertreten sind – bis hin zu Ge­dichten, die eigens für diese Ausgabe geschrieben wurden.

Andreas Heidtmann

 


 

Aus dem Vorwort
Carolin Callies

 

„Die wenigsten Dichterinnen haben die Mutterschaft als Dichterinnen auch überstanden, behaupte ich.“ Behauptete damit Dagmara Kraus in ihrem Essay über Mutterschaft – und zählt die wahrlich überschaubare Menge an Frauen mit Kindern auf, die im Kanon der deutschsprachigen Literaturgeschichtsschreibung zu finden ist.* Aber trifft das auf die heutige Zeit immer noch zu, eine Zeit, in der es mehr Autorinnen denn je gibt, welche mit Nachwuchs und welche bewusst ohne, und in der sich zahlreiche Autoren eine gleichberechtigte Vaterrolle wünschen? Und doch: Wie verhält es sich mit der Kreativität unter solch veränderten Umständen und persönlichen Herausforderungen, wie sie eine Elternschaft mit sich bringen kann? Und wie unter der prekären Einkommenssituation vieler Schreibenden, die sich durch die finanzielle Verantwortung gegenüber einem Kind verschärfen kann? Hinter diese besondere doppelte Buchführung wollte ich schauen und möglichst viele Stimmen zur Sprache kommen lassen. Man könnte denken, hinter dem Thema „Autorschaft und Elternschaft“ verberge sich hauptsächlich Babybrei und volle Windeln, aber es ist mehr. …

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* … grammatickt mamal aus … Notizen zu Poesie und Mutterschaft anlässlich der Übersetzung Joanna Muellers. Merkur, September 2016, 70. Jahrgang, Heft 808, S. 61–73.

 

 

 

 

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