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poetin 24

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Literaturmagazin
poetenladen, Frühjahr 2018
216 Seiten, 9,80 Euro
ISBN 978-3-940691-91-0
Gefördert durch die Kulturstiftung
des Freistaates Sachsen

 

Literatur und Lesungen

Das Gesprächsthema der aktuellen Ausgabe heißt Literatur und Wasserglas und betrifft Lesende, Veranstalter und Zuhörer gleichermaßen. Bei aller Vielfalt der Erfahrungen gilt: Niemand muss Angst vor dem Wasserglas haben, denn am Ende zählt der Text – unabhängig von Inszenierungs- und Performancekünsten. Eröffnet wird die poetin nr. 24 mit neuer Prosa und Lyrik. Hinzu kommt eine weitere Folge von Gedichtkommentaren des Kritikerduos Michael Braun & Michael Buselmeier, wobei das Spektrum von Hilde Domin bis zu den jungen Dichtern Tristan Marquardt und David Krause reicht.

*  *  *

»Jedes Gedicht schafft sich beim Vorlesen den eigenen Ort.« Lioba Happel

»Wenn nur eine Handvoll Zuhörer kommt, heißt es, die Champions League oder das Wetter seien Schuld.« Nicolas Mahler

»Ohne Körper keine Stimme.« Nora Gomringer

»Dem Natürlichkeitsempfinden beim Sprechen auf der Bühne ist wenig zu trauen.« Bertram Reinecke

»Wenn ein Text fantastisch ist, braucht er nicht unbedingt eine Inszenierung.« Chris Möller*  *

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Editorial

 

Das Wasserglas steht als Symbol für die klassische Lesung, die den Vorlesenden mit seinem Text in den Mittelpunkt stellt. Alle Befragten dieser Ausgabe sind sich einig, dass diese Form der Lesung nicht die schlechteste Variante sein muss, wenn der Text gut ist und das Lesen ohne Handicaps erfolgt.
Dennoch stellt sich die Frage, ob man öffentliche Lesungen auf eine »Produktpräsentation« reduzieren sollte. Lesen kann jeder auch auf der heimischen Couch oder im ICE. Im Idealfall wäre die Autoren­lesung also ein originäres Ereignis, das in dieser Form nur so statt­finden kann, sei es, dass die Atmosphäre des Ortes zur Besonderheit beiträgt, die Originalität des Vortrags, die Einbeziehung des Publikums oder die stimmlichen Fähigkeiten des Vortragenden. All das – wenn es denn gelingt und nicht zur Inszenierung schwacher Inhalte wird – macht aus der Lesung mehr als ein gewöhnliches Vorlesen.
Natürlich stellt die aktuelle Ausgabe der poetin neben dem Ge­sprächsthema wie gewohnt eine umfangreiche Auswahl neuer Texte vor. Das Lyrikkapitel wird ergänzt durch eine weitere Folge von Ge­dichtkommentaren der Kritiker Michael Braun und Michael Buselmeier, die diesmal den Bogen von Hilde Domin bis zu Autoren der jüngsten Generation spannen.
Zwei Gedichte aus dem Niederländischen knüpfen an das Lese-Thema an – sie wurden eigens für Begräbnis-Lesungen geschrieben. Das »Einsame Begräbnis« ist ein soziales und literarisches Projekt, bei dem Dichterinnen und Dichter Verstorbene verabschieden, von deren Tod außer den Behörden niemand Notiz genommen hat.

 

 

 

 

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