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Kito Lorenc: Windei in der Wasserhose des Eisheiligen

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Kito Lorenc
Windei in der Wasserhose
des Eisheiligen
Gedichte und Schmungks
104 S., 16,80 €, Hardcover
poetenladen 2015
ISBN 978-3-940691-66-8

Reihe Neue Lyrik – Band 8
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner

Portrait-Foto: gezett

 

In der Reihe Neue Lyrk ist ein Band mit neuen Gedichten des sorbisch-deutschen Dichters Kito Lorenc erschienen. Texte, die hin und wieder auf den Reim zurückgreifen, die das Liedhafte nicht verbergen und an den Sprachgrenzen arbeiten, nicht nur denen zwischen Sorbisch und Deutsch, sondern auch da, wo der Sinn ins Absurde kippt. Durchsetzt ist der Band mit Schmungks, aphoristischen Gebilden aus teils vorgefundenem Wortmaterial, widerborstigen Sentenzen.

»Kito Lorenc erzählt die sorbische Geschichte in seinen Gedichten, wo das spezielle Geschichtswissen übergegangen ist in etwas Universelles, die Ahnung.« Peter Handke

Stimmen zum Buch

Von skurril bis melancholisch spannt sich die Weite über neunzig Gedichtseiten, bis der Dichter mit zwinkerndem Ernst und grauem Star seine »Meise« begrüßt, die an die »Scheibe« pickt: »wo warst du so lange/ dass du jetzt erst dich zeigst/ Oder war ich selber/ dauernd weg vom Fenster?« Wer tatsächlich gedacht hat, Kito Lorenc sei längst »weg vom Fenster«, sieht sich auf das Herrlichste getäuscht. | Sächsische Zeitung

Kito Lorenc, der Alt-Meister der sorbisch-deutschen Dichtung, zeigt sich beim Blick auf die großen und kleinen Fälle des Lebens als Schelm, mehr aber noch als wunderbarer Dialektiker. Er weiß, was zusammengeht und was sich ausschließt. Daraus entsteht bei Kito Lorenc eine eigene Welt-Betrachtung, die ihn als einen bedeutenden Lyriker mit Eigensinn und Eigensprache ausweist. Ein geglückter Band! | MDR

Unvergleichlich klar, unglaublich gedankenreich, ungeheuer dicht. Hier ist ein Buch voller einfacher Wörter und von neu geschöpften, was beweist, die kompliziertesten Dinge sind einfach zu sagen, Geschichtsbefußtsein, Dudengebrabbel, Sündenvorrat, zaubersam, zwieselig und Neulust. Die Leute von Duden bekommen Arbeit. Für Deutsche heißt Kito Lorenc zu lesen, einen Schatz zu finden. Mit seiner Elternsprache Deutsch ging er auf die Reise ins Sorbische. Vierundneunzig Seiten, denen man vertrauen kann. | Sorbische Zeitung | Serbske Nowiny

Kito Lorenc, geboren 1938 in Schleife bei Weißwasser, studierte nach dem Besuch der Cottbuser sorbischen Internatsoberschule Slawistik in Leipzig. Er arbeitete als Literaturwissenschaftler und Dramaturg in Bautzen und lebt, seit 1979 freiberuflicher Autor, in Wuischke bei Hochkirch.

Neben einer Reihe sorbischer und deutscher Gedichtbände (zuletzt Gedichte, hrsg. von Peter Handke, Suhrkamp 2013) verfasste er Theaterstücke sowie Kurzprosa und gab mehrere grundlegende Anthologien heraus (u.a. Sorbisches Lesebuch, Reclam Leipzig 1981). Träger zahlreicher literarischer Auszeichnungen (zuletzt Petrarca-Preis, Christian-Wagner-Preis), Ehrendoktor der TU Dresden.


Horoskop

Dreh ab jetzt und schwimme
zurück zu dem einsamen Strand
deiner Geburt, begrabe
alle Hoffnung gründlich

wie die Schildkröte ihr Geleg
ehe du für immer abtauchst
zu den Fischen des Sternzeichens
das dir voranleuchtet

Mag sein, der Sand schenkt
auch dir eine Brut noch
aus dem Verborgenen einst
und sie findet zum Licht

und in das Meer nach dir

 

Aus: Kito Lorenc: Windei in der Wasserhose des Eisheiligen


Das Buch im Verlag

 

 

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