Warum soll ich beten?



Oft reagiert Gott auf unsere Gebete anders, als wir es erwartet haben.
Manchmal ist es ein „Nein , wenn wir ein „Ja“ erwarten. Manchmal heißt es „warte“, obwohl wir es gerne sofort hätten. Manchmal verstehen wir Gottes Führung nicht, aber wir glauben, dass es trotzdem gut für uns ist. Manchmal blicken wir zurück und erkennen, dass das, was Gott getan hat, viel besser war als das, was wir zuerst haben wollten und wofür wir gebetet hatten. Gott hat uns erschaffen, er hat uns das Leben gegeben, er weiß was gut für uns ist und er will nur das Beste für uns.

Wir wissen, dass Gott uns hört. Gott sieht und kennt uns. Er kümmert sich mehr um uns, als wir uns vorstellen können. Und vor allem: Er erhört Gebete.

 

Vielleicht gibt es aber trotzdem Zeiten im Leben, in denen wir wenig oder gar nicht beten. Irgendwie fühlen wir uns nicht danach oder wir haben keine Zeit, weil wir zu beschäftigt sind. Vielleicht sind wir auch einfach mutlos und denken: Es bringt sowieso nichts. Vielleicht halten wir an irgendeiner Sünde fest, die uns vom Gebet und der Gemeinschaft mit Gott abhält.
Eigentlich ist uns bewusst, dass das Gebet zum Leben eines Christen dazugehört und dass Gott für uns sorgt. Aber warum müssen wir beten?

Es gibt viele Gründe warum wir beten sollen!
Hier sind einige davon, die dich ermutigen sollen mehr oder wieder zu beten:

 

  • Wir werden oft in der Bibel zum Gebet aufgefordert, ermahnt bzw. ermutigt.
    Wenn wir nicht beten sind wir ungehorsam.
  • Wenn wir nicht beten, beweisen wir unseren Stolz.
    Demut dagegen treibt dich in die Arme Gottes, denn dann verstehst du, obwohl du nichts tun kannst, dass Gott kann.
  • Ohne Gebet fehlt uns die lebendige Beziehung zu Gott, für die er uns geschaffen hat.
  • Es gibt viele biblische Beispiele von Menschen, die stark im Gebet waren und deren Dienst Gott ebenso stark gebraucht hat.
  • Die Bibel ist voll von Beispielen, die zeigen, wie Gott als Antwort auf Gebet handelt.
  • Die Bibel ist voll von Verheißungen, dass Gott Gebet beantworten wird.
  • Gebet und das Wort Gottes sind die Mittel, die Gott gebraucht, um unsere Herzen zu verändern und IHM ähnlicher zu machen.
  • Gebet ist Gottesdienst. Ohne Gebet gibt es keine Anbetung.
  • Wir sind nicht in der Lage, jemanden zu verändern. Es ist Gott, der Menschen tatsächlich ändern kann. Wenn es zu einer Änderung im Leben einer Person kommt, dann immer nur deshalb, weil Gott in seinem Leben gewirkt hat und ihm dafür alle Ehre gebührt
    (Joh 15,4.5).

Johannes 15,4.5 

Bleibt in mir und ich in euch! Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. 
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Philipper 2,13
Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.

Kolosser 1,9.10
Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes,

 

 

 

In der Bibel sagt Gott uns auch wann oder wie oft wir beten sollen.
Hier finden wir einige Stellen:

1.Thessalonicher 5,17 lehrt uns, 
dass Gebet ein andauernder Bestandteil unseres Lebens sein sollte.

Philipper 4,6 ermahnt uns, 
dass wir um nichts besorgt sein sollen, sondern alle unsere Anliegen mit Flehen und voll Dankbarkeit vor Gott bringen sollen.

Epheser 6,18 ermutigt uns, immer zu beten.

Hebräer 4,16 ermuntert uns, jederzeit zum Thron der Gnade hinzutreten.

Epheser 5,20 erinnert uns daran, allezeit für alles Danke zu sagen.

 

Gott gibt uns auch Beispiele in der Bibel, wie wir beten sollen.
Das bekannteste Beispiel ist bestimmt das Vater unser aus Matthäus 6,6-13:

„Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten:
Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“

 

Wir können uns an den wichtigsten Bestandteilen des Gebets orientieren:

  • Anbetung
  • Bekenntnis
  • Dank
  • Bitte und Fürbitte

Anbetung:
Wir können Gott für das, was er ist und wer er ist danken, unabhängig davon, was er tut oder was er gibt.

Psalm 103, 20-22


Lobt den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes!
Lobt den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!
Lobt den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

Römer 11,36
Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.

Bekenntnis:
Wenn wir erkennen, dass wir gesündigt haben, dürfen und sollen wir Gott bitten unsere Sünden zu vergeben.
Bekennen bedeutet, dass wir die gleiche Meinung über unser Verhalten und Denken einnehmen, wie Gott sie in seinem Wort einnimmt. Bekenntnis beinhaltet auch den Wunsch und den konkreten Plan, zukünftige Sünde zu vermeiden. Ein echtes Bekennen mit unseren Lippen muss aus einem echten Bekenntnis unseres Herzens kommen. Bekenntnis ist die Frucht der Buße.

1.Johannes 1,9
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Sprüche 28,13
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

Dank:
Manchmal sind wir so mit unseren Bitten und Wünschen beschäftigt, dass wir vergessen für die Gebete zu danken, die Gott schon beantwortet hat.

Wir können uns Gottes Wesen vor Augen halten – Gottes vorsehende Kontrolle, seine Souveränität, seine Allmacht und gleichzeitig seine Güte, seine Liebe, seine Barmherzigkeit.
Wir können uns daran erinnern, dass Gott alles, was in dieser Welt geschieht im Endeffekt zum Besten für seiner Kinder führt. Selbst alle Nöte und Probleme verwendet Gott für seine Pläne. Lies dazu Römer 8,28 oder Jakobus 1,2-4.

Gott möchte, dass wir lernen auch in unbequemen Zeiten dankbar zu sein.
Dankbarkeit führt uns zur Zufriedenheit und Zufriedenheit führt zu echter Freude.

1.Thessalonicher 5,18
Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Philipper 4,6
Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Epheser 5,20
Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!

 

Bitte und Fürbitte
Auch wenn Gott grundsätzlich alles weiß, möchte er trotzdem, dass wir in der Fürbitte unsere anbetende und dankbare Haltung ihm als Schöpfer und Versorger gegenüber zeigen. So wird das Bitten und die Fürbitte – genau wie die anderen Bestandteile des Gebets – zum Gottesdienst ihm gegenüber.
Bitten, egal, ob allgemein oder spezifisch, die unser Bewusstsein, unserer Bedürftigkeit und unseren Geist der Demut zum Ausdruck bringen, sind ein Grundbestandteil von jedem Gebet.

Matthäus 7,7-9
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden

1.Timotheus 2,1.2
Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.

Johannes 16,24
Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei!

 

 

Auch wenn wir wissen wie und wann wir beten sollen –
ist Gebet trotzdem kein magischer Schlüssel, um unsere Probleme zu lösen.
Gebet und Bibelstudium ist Kommunikation mit Gott
und die Grundlage der Gemeinschaft mit ihm.

Ohne Gebet gibt es keine lebendige Beziehung zu Gott,
kein Bekenntnis, keine Anbetung, keinen Dank und keine Fürbitte.
Gebet ist Gottesdienst.

 

Sei ermutigt und bete!

 

suprcomonlineshop

Erstellt mit

 Einloggen

 |Ausloggen

 | Adminbereich| Ausloggen

suprS