Das Gesundheitsunwesen – Wie wir es durchschauen, überleben und verwandeln. Printausgabe

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Das Gesundheitsunwesen –
Wie wir es durchschauen, überleben und verwandeln
Dr. Harald Wiesendanger

736 Seiten
1. Aufl. 2019
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Inhaltsverzeichnis

Was ist das für ein System, dem es umso besser geht, je schlechter es uns geht?

An Gesunden gibt es nichts zu verdienen. An Toten ebensowenig. Lukrativ sind die dazwischen: die chronisch Kranken. Das Geschäft mit ihnen läuft umso besser, je mehr es davon gibt. Je früher sie es werden. Je länger sie es bleiben. Je mehr medizinische Waren und Dienstleistungen sie währenddessen konsumieren. Dem Geschäft abträglich sind: Wissen um den wahren Nutzen dieser Güter, um das tatsächliche Ausmaß ihrer Nebenwirkungen und Risiken; Vorsorge; und Behandlungsalternativen.

Was folgt aus alledem logisch über das wahre, oberste Ziel der Medizinindustrie? Über Behörden, die sie gewähren lassen? Über Politiker, die nichts ändern? Über Wähler, die solchen Politikern ihre Stimme geben? Über Medien, die schweigen? Über Ärzte, die Beihilfe leisten? Und über Patienten, die mitspielen? In seinem neuen Buch sieht der „Auswege“-Gründer unser krankes Gesundheitswesen im Griff organisierter Kriminalität. Er zeigt auf, wie wir dieses System durchschauen, überleben und verwandeln können.

Globale Profitmaschine

Ein Gesundheitssystem ist dazu da, eine humanitäre Aufgabe von überragender Bedeutung zu erfüllen: In möglichst vielen Fällen soll es Krankheiten und Gebrechen möglichst rasch und dauerhaft beseitigen oder zumindest lindern, besser noch vorbeugen, damit sie erst gar nicht auftreten.

Freie Marktwirtschaft, so versichert man uns, bringt uns diesem Ziel näher: Im Wettbewerb unterschiedlicher Waren und Dienstleistungen setzen sich über kurz oder lang zwangsläufig die besten durch. Denn unter Verbrauchern finden sie naturgemäß die größte Nachfrage. Bei medizinischen Angeboten sei das im Prinzip nicht anders als bei Staubsaugern und Autos, Waschmitteln und Fernsehern. Also bringt die Medizin mit ökonomischer Notwendigkeit zunehmend heilsamere Mittel hervor, die körperliches und psychisches Leid immer umfassender, immer rascher, immer nachhaltiger lindern und schließlich beseitigen.

Diese Verheißung beruhigt uns aber nur unter vier Voraussetzungen:

1. Der Verbraucher wählt und entscheidet vollständig informiert: Er kennt alle verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, ihre Vorzüge und Nachteile, ihre kurz- und langfristigen Wirkungen und Nebenwirkungen.

2. Die Informationsquellen, aus denen der Verbraucher schöpft, sind sauber – unbeeinflusst von Leuten, die an Angeboten verdienen, weshalb sie verständlicherweise darauf aus sind, deren Nutzen überzubetonen, Grenzen und Risiken herunterzuspielen oder zu verschweigen, Wettbewerber abzuwerten und auszuschalten, Kritiker lächerlich und mundtot zu machen.

3. Der Wettbewerb findet tatsächlich statt: Die Anbieter stellen sich der Konkurrenz; Nutzen/Risiko-Vergleiche sind möglich, werden laufend gezogen und publik.

4. Anbieterunabhängige Instanzen stellen sicher, dass diese drei Bedingungen erfüllt bleiben: der Gesetzgeber, Zulassungs- und Aufsichtsbehörden, Gerichte und Medien.

Wem schleierhaft ist, weshalb die sogenannte moderne Medizin mit immer größerem technischem und finanziellem Aufwand immer mehr chronisch Kranke produziert, findet hier die Antwort: Unser Gesundheitswesen versagt, weil in Wahrheit keine dieser vier Voraussetzungen erfüllt ist. Und so beleuchtet das vorliegende Buch einen Markt, der längst außer Rand und Band geraten ist. Auf ihm fällt wenigen Anbietern, weil sie über irrwitzige finanzielle Mittel verfügen, eine schier grenzenlose Macht zu, Verbraucher über Nutzen und Schaden ihrer Produkte umfassend zu täuschen, missliebige Wettbewerber zu diskreditieren, Regulierungen zu verhindern, Gesetze zu umgehen, wirksamen Kontrollen auszuweichen, sämtliche Informationsquellen zu vergiften, Kritiker kaltzustellen, sich alle wichtigen Player gefügig zu machen – zu einem einzigen Zweck: um Gewinne zu maximieren. Unser Gesundheitswesen, man muss es so deutlich sagen, ist weitgehend zu einem Spielball organisierter Kriminalität verkommen – einer wie geschmiert laufenden Versorgungsmaschine, die sich der mit Abstand profitabelste Wirtschaftszweig dieses Planeten, auch zum Entsetzen vieler Ärzte, längst mafiös zurechtstrukturiert hat: die Medizinindustrie. Sie wird damit fortfahren, weltweit. Denn Globalisierung entfesselt den Kapitalismus, solange politische Kontrolle mit ihr nicht Schritt hält.

Das zu ändern, erfordert mehr als bloß ein paar zaghafte Reförmchen. Das Versagen des Systems schreit nach Revolution. Und diese Revolution wird ausbleiben, solange wir sie nicht beharrlich einfordern und mittragen.

Rezensionen

Gesundheit adhoc 7/19: „Längst beherrscht und pervertiert eine zynische Logik unser krankes Gesundheitswesen. Diesen niederschmetternden Befund belegt der Philosoph und Psychologe Harald Wiesendanger, Gründer einer Stiftung für chronisch Kranke, in seinem neuesten Buch. ‘Als Schmiermittel dieses Systems dient: Geld, irrwitzig viel Geld‘, so stellt er fest.“

PSI Presseagentur 6/19: „Alternative Heilverfahren nützen, zumal bei chronischen Leiden, auch in vermeintlich behandlungsresistenten Fällen. Was Nebenwirkungen und Kosten anbelangt, sind sie der Schulmedizin weit überlegen. Trotzdem setzt unser Gesundheitssystem sie unter ständigen Rechtfertigungsdruck, bezahlt sie nur ausnahmsweise, bedroht ihre Existenz. Warum ist das so, unabhängig von ihrem therapeutischen Wert? Wer sorgt dafür, mit welchen Zielen, Strategien und Mitteln? Wie ist es zu ändern, Patienten zuliebe? Die Augen dafür öffnet Harald Wiesendanger in seinem neuesten Buch.“

openPR, 22.7.2019: „Zu einer eher humanitär als monetär ausgerichteten Medizin zurückzukehren, die vorsorgt und heilt, erfordert ‚mehr als bloß ein paar zaghafte Reförmchen‘, macht Wiesendanger klar.“

Geld, Geld, Geld …
Infoportal „Alternative Gesundheit“
„Die Existenz der Profitmaschine und ihrer Schwächen ist zwar vielen Beteiligten klar, aber da sie ihren Teil des Kuchens erhalten, bleibt die „no-change“-Philosophie auf absehbare Zeit Leitlinie. (…) Da Wiesendanger von „korrumpierten Meinungsführern“ spricht, dürfte er selbst davon ausgehen, dass gut genährte Vorurteile Medien und andere Multiplikatoren von einer Auseinandersetzung mit seinem Werk abhalten.“
Gruppe M/Redaktionsbüro Jörg Meyer, Düsseldorf

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