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Martina Weber: erinnerungen an einen rohstoff

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Martina Weber
erinnerungen an einen rohstoff
Gedichte
Klappenbroschur
poetenladen, Frühjahr 2013
88 Seiten | Euro 16.80
ISBN 978-3-940691-38-5

Martina Weber, vielen in der Lyrikszene seit langem bekannt und Trägerin des ersten Frankfurter Autorenstipendiums, legt mit erinnerungen an einen rohstoff ihren ersten Gedichtband vor.

»Das Erregende an Martina Webers Lyrik ist zugleich das Performative: im Wortmaterial selbst zu erschaffen, wovon es nachträglich spricht. Das heißt: nicht der Gedanke formt das Gedicht, sondern das Gedicht formt den Gedanken.« Kurt Drawert

Martina Weber, 1966 in Mannheim geboren, lebt in Frankfurt am Main als Lyrikerin und Juristin. Seit 2005 leitet sie die Textwerkstatt II im Zentrum für junge Literatur in Darmstadt. 2013 erschien ihr Lyrikdebüt erinnerungen an einen rohstoff im poetenladen Verlag. Sie publizierte u.a. in Sinn und Form, Jahrbuch der Lyrik, außer.dem, Der deutsche Lyrikkalender, Blumenfresser sowie poet. In 3. Auflage erschien: Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen (Uschtrin Verlag, 2011).

 

Stimmen

Wenn diese Lyrik etwas zu fassen bekommt, dann die Ambivalenzen. Und dort kommt sie ganz zu sich selbst.
Falter / Wien | Kirstin Breitenfellner

Melancholie ist der Tenor, vor Sentimentalität bewahrt durch kühle Wortkonstruktionen. … Es bestürzt, wie die 1966 in Mannheim geborene Autorin zeigt, dass ein Mensch, der Worte ernst nimmt, daran zerbrechen kann.
Darmstädter Echo

Gäbe es eine Auszeichnung für die Beherrschung der leisen Töne, Martina Weber hätte sie verdient. Sachte, wie auf Zehenspitzen, schleichen sich ihre Verse in die Gedanken

In ihren Gedichten beobachtet Martina Weber mit einem unglaublichen Scharfsinn selbst banale Dinge wie etwa Regentropfen und bereichert diese Betrachtungen mit einer philosophischen Betrachtungsweise sowie präzisen und knappen Formulierungen
Mannheimer Morgen

Die 56 Gedichte kreisen immer um das, was sich entzieht … Dabei liest man über die Verse Webers unberechtigterweise anfänglich nur allzu schnell hinweg. Dies liegt an der besonderen poetischen Sprache Martina Webers. Immer ist sie unprätentiös, muss sich nie selbst exponieren, um Bedeutsamkeit vorzutäuschen. Wodurch sie besonders brillant wird, denn es ist diese Leichtigkeit, gekoppelt mit einer inhaltlich beeindruckenden Präzision, die eine poetische Diktion entstehen lässt, die in der vorliegenden Form selten zu finden ist.
Luxemburgische Tageszeitung Tageblatt | Raoul Walisch

Auffällig ist, wie Martina Webers Gedichte mal mehr, mal weniger lichtdurchlässig sind. Licht ist eines der entscheidenden Grundmotive in dieser Lyrik. Licht wird hier zum Symbol, zur Metapher, zur fundamentalen poetischen Kategorie, ohne die Dichtung letztlich uninspiriert, ja unerleuchtet bleiben muss …

Diese Lyrik ist weltbewusst und lebenserfahren, obwohl sie nur sehr selten biografisch wirkt. Und damit zieht sie den Leser in ihren Bann, lockt ihn zur genauen Wahrnehmung von hellen und dunklen Momenten und ruft ihn so zur Bewahrung des Lichts auf; zur Erinnerung an einen Rohstoff, der aus unserer Welt möglicherweise längst verschwunden ist, vielleicht niemals existiert hat, aber gerade deshalb poetisch herägestellt werden muss.
Faust Kultur | Peter Kapp )

Das ist wirklich gute Lyrik. Diese Texte kommen leise daher, sie spielen mit Details, mit kleinsten, feinen Beobachtungen. Die spielen mit uns, mit unserer Sicht auf die Dinge, auf die Bewegungen und die Welt der Dinge. Martina Weber führt uns durch unsere kleine, große Welt – mit ihren Wörtern, mit ihrer kunstvoll geführten Syntax.
Titel Kulturmagazin | Christoph Schwarz


es waren nur pappschachteln all die bücher
aus seinem regal wie sie auf uns stürzten uns
unter sich begruben so leicht
konnte husserl sein und sekundärliteratur über
wittgensteins frühe phase hatte zwischen uns
barrikaden gebaut nur zum schein und ohne
überflüssige worte entdeckten wir
unter der abdeckplatte des aquariums
den letzten lebendigen fisch den
nahmen wir mit

Aus: erinnerungen an einen rohstoff


Das Buch im Verlag

Foto: Ansgar Heide

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