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Marie T. Martin: WIsperzimmer

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Marie T. Martin
Wisperzimmer
Gedichte
88 Seiten
Taschenbuch-Broschur 
15,80 Euro | ISBN 978-3-940691-48-4

Neuzeitliche Zaubersprüche

Mit Wisperzimmer legt Marie T. Martin ihren ersten Band mit Gedichten vor, in denen, so das Statement einer Rezensentin, das Unmögliche möglich werde.

Einige Gedichte von Marie T. Martin gehören nicht nur zu den neuzeitlichen Zaubersprüchen, sondern sie wissen den Leser auf eine Art zu berühren, wie es in der heutigen Lyrik selten der Fall ist. Im Bewusstsein der Vergänglichkeit, auch der Vergänglichkeit des Schönen, gelingen ihr fragile poetische Gebilde: verletzlich, tröstlich und heilsam. Ihre Gedichte wagen den Anruf und Anklang an die Epoche der Romantik und scheuen sich nicht vor einem wahren Pathos, das alle Zeit Kennzeichen großer Dichtung war und ist.

Marie T. Martin, geboren 1982 in Freiburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und absolvierte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Sie lebt als Autorin in Köln. Luftpost ist ihr erzählerisches Debüt und Wisperzimmer ihr lyrisches. 2015 erschien, ebenfalls im poetenladen, ein Band mit »Kleiner Prosa«: Woher nehmen Sie die Frechheit, meine Handtasche zu öffnen. 2007 erhielt sie den Förderpreis des MDR-Literaturwettbewerbs und 2008 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. 2010 war sie Stipendiatin in Istanbul und 2012 in Endenkoben. Sie wurde mit dmn NRW-Förderpreis für junge Künstlerinnen ausgezeichnet und ist 2015 Hausacher Stadtschreiberin.

 


Draußen ein Fetzen Segeltuch
ein gesunkenes Schiff ein großer Brief
im Leuchtfeuerverzeichnis lese ich dein Zeichen
drei kurz drei lang drei kurz ich komme nicht hinaus
über fünf Worte pro Minute der Knackimpuls
hinter der Stirn die Hand schreibt Striche und Punkte
wie kommt das Schiff aus der Flasche an den Horizont
nachts ziehe ich das Laken bis zu den Augen
draußen das Leuchtfeuer drinnen ein Pulsen
Segel überm Auge es treiben die kleinen Stunden
als wäre die Nacht eine Scheibe und man fiele
am Morgen wie die Tasse vom Tisch


 

Stimmen zum Buch

»Das Geheimnisvolle der Lyrik Marie T. Martins besteht darin, ihre Leser an die Grenzen der Wahrnehmung zu entführen, dorthin wo man verzaubbert den poetischen Bildern erliegt.«
Literatubüro NRW | November 2012

»Ruhig und reflektierend, das Einfache und die Leichtigkeit suggerierend, stets das Natürliche hofierend und zugleich das Unmögliche ignorierend – so schafft sich Marie T. Martins scheinbar schwerelose Poesie einen luftig-lichten Raum in der neuen deutschen Literatur. ›Unter Zwielichtdecken wachsen Geschichten an Leinen geklammert‹ und Wünsche werden zu traumhaft schönen Bildern.«
Die Rheinpfalz, Tageszeitung | 27.03.2012

»Ich mag an diesem Gedichtband [Wisperzimmer], dass die Autorin es schafft, eine eigene Sprache und wahres Pathos zu erschaffen. Außerdem gefällt mir sehr gut, dass sie viel mit Metaphorik arbeitet, die sich mit Stimme beschäftigt.«
WDR 5 | Ralf Peters (Januar 2013)

»Wisperzimmer ist ein intensives Buch, das den Leser in seinem tiefsten Inneren erwischt und ein Jetzt erzeugt, das erlebt werden muss – in vollen Zügen, denn es trägt seine Vergänglichkeit in sich.«
Literatur, Cineastentreff | Gerrit Wustmann | Mai 2012

»Schauen ist wie Singen, befindet Marie T. Martin in ihren flächig wuchernden, sehr gegenwärtigen Gedichten.«
FAZ | Lyrkwettbewerb Meran | Mai 2012

»Die junge Autorin gibt in ihren Gedichten den Blick auf eine Welt frei, die viele Menschen in dieser Weise im Alltag nicht sehen oder zu sehen verlernt haben. «
Kölnische Rundschau | Mai 2012

»Marie T. Martins Texte zeugen von einem höchst eigenwilligen, phantasievollen, poetischen und stellenweise sehr humorvollen Zugriff auf die Wirklichkeit und bestechen durch Formenreichtum sowie große Sensibilität und Sicherheit im Umgang mit der Sprache. All dies macht Marie T. Martin zu einer vielversprechenden Stimme in der jungen deutschen Literatur.«
Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, Jurybegründung

Das Buch im Verlag

Weitere Bücher:

Luftpost (Erzählungen)

Woher nehmen Sie die Frechheit, meine Handtasche zu öffnen (Kleine Prosa)

Foto: Ilker Gurer

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