poetenladen    Bücher portofrei aus dem Verlag

Jürgen Nendza: Apfel und Amsel

14,80 € VERSANDKOSTENFREI
Versandkostenfrei
Lieferzeit 1 Tag

Bitte beachten Sie, dass es bei Lieferungen ins Ausland zu abweichenden Lieferzeiten kommen kann.

In den Warenkorb

Jürgen Nendza
Apfel und Amsel
Gedichte
Als Taschenbuch lieferbar
72 Seiten, Euro 14.80
ISBN 978-3-940691-58-3
poetenladen 2014 (2012)

„Weder in der strengen Ordnung noch in der gänz­lichen Auf­lösung der Kon­turen finden Nendzas Gedichte ihren Weg, sondern in einer Art Zwi­schen­welt, am Rand der Bilder und Wahr­neh­mungen, dort also, wo Grenz­flächen­span­nung spürbar wird.“
Neue Zürcher Zeitung

„Jürgen Nendza ist ein Archi­tekt poeti­scher Schwebe­zu­stände.“
Westdeutscher Rundfunk

Jürgen Nendza, geboren 1957 in Essen, lebt in Aachen. Stu­dium der Germa­nis­tik und Philo­sophie; Pro­mo­tion. Lyrik, Prosa, Hörspiel, Features, Herausgaben.  
Verschiedene lite­rari­sche Aus­zeich­nungen: unter anderem Lyrik­preis Meran, Lite­ratur­stipendium der Kunst­stiftung NRW, Amsy­terdam­stipendium
2012 erschien im poetenladen Verlag sein Gedichtband Apfel und Amsel (2. Auflage als Taschenbuch 2014). 2014 gab Jürgen Nendza zusammen mit Hajo Steinert die Lyrik-Antho­logie Stadt­land­fluss heraus.

Aus Rezensionen

Jürgen Nendzas neues Buch ist im jungen und ambitionierten Leipziger Poetenladen erschienen. Es zeigt Nendza als einen ausgereiften, sprachsicheren Lyriker.

Jürgen Nendzas Lyrik ist unaufdringlich, doch umso bedachter. Sprachliche Innovationen, die durchaus in seinen Gedichten walten, kommen – wie Zypernkatzen – auf leisen Sohlen. Dem Leser fallen sie kaum auf, so nimmt er Fachtermini, Neologismen oder Bildbrüche einfach hin, ohne sich aus dem meditativen Sprachfluss reißen zu lassen. Klammheimlich verbergen Nendzas Gedichte in einer recht gebundenen Form größere innere Spannungen, die dann unbemerkt doch weiter arbeiten.
Deutschlandfunk | Büchermarkt (November 2012)

Jürgen Nendzas Gedichte kommen leise und fragil daher. Es entstehen Texte, die durch eine Überblendung der Bedeutungsebenen überzeugen. Seine Lyrik besticht durch reflektierte Impressionen, die zu eigenen Assoziationen anregen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Henning Heske (August 2013)

Jürgen Nendzas Gedichte tasten sich nah an jene Momente heran, da Erscheinungen entstehen oder sich auflösen. Immer wieder loten sie mit ihren Motiven und ihren lang anlaufenden Versen aus, ob das Sprechen für einen Augenblick die Zeit zu stauen vermag. Landschaften kommen so ins Bild und die Liebe eines Paars, aber auch historische Spuren …

Jürgen Nendza erschafft mit seinen Versen eine eigene Welt, eine »Umgebung aus Echos«, die bis an den Gedächtnisrand führt.
Stuttgarter Zeitung | Nico Bleutge (Juni 2012)

Jürgen Nendza, 1957 in Essen geboren, hat sich Buch für Buch in die Beletage der deutschen Gegenwartslyrik geschrieben. Auch in seinem neuen Gedichtband Apfel und Amsel zeigt er sich wieder als ein sensibler, historisch reflektierter Beobachter von Natur und Landschaft.
WDR | Mosaik (Juli 2012)

Immer einen Gedanken zurück und einen Schritt voraus – so ist die Lyrik von Jürgen Nendza. Für ihn ist ein Berg ein aufgefaltetes Meer. Und mir sind seine Gedichte eine große Freude!
Lyrikwelt | Sefan Heuer (Dezember 2012)

Jürgen Nendzas Dichtung ist in vielerlei Hinsicht unkonventionell, ja, außergewöhnlich und einzigartig … Es sind behutsame Gedichte, leise und zutraulich, sie arbeiten mit hochsensiblen Mitteln.

So gelingen die Gedichte in ihrer ästhetischen Kohärenz, auch wenn es eine sehr ungewöhnliche Schichtchirurgie gibt, gerade durch ihre Schwebezustände und die – wie man es in der Prosa nennen würde – unzuverlässige Erzählweise. So ergeben sich aus Nendzas eigenem Tonfall mit frischen Bildern Gedichte, die man so noch nicht gelesen hat.
Ostragehege (Juni 2013) | A. Steigenberger

Apfel und Amsel? Der Titel des aktuellen Gedichtbandes legt nahe, dass Jürgen Nendza hier sein poetisches Schrebergärtchen bestellt. Doch weit gefehlt. Raffiniert verschränkt er feinsinnige Naturbeobachtungen mit der menschlichen Innenaustattung – Körper, Landschaft und Geschichte bilden variable Kulissen …
Werkproben (NRW) | Hellmuth Opitz

Die fließenden Verse entfalten klangvolle Panoramen, die stets auf mehreren Ebenen zu lesen sind. So entstehen Gedichte voller Möglichkeitssinn, die die Differenz zwischen Außenwelt und innerem Sensorium nicht nur fassen, sondern produktiv weiterdenken.

Der aufmerksame Leser ist am Ende der Lektüre dieser höchst poetischen »earth education« ein anderer geworden.
Rheinische Post | Christoph Leisten (November 2012)

In Jürgen Nendzas Gedichten findet sich alles, was ein ästhetisch befriedigendes Gedicht ausmacht – Anschaulichkeit, Reflektion, Emotion, klug gesetzte Brüche – im richtigen Mischverhältnis.

Apfel und Amsel, an dieser Alliteration ist nichts aufdringlich, sie gehört in den Alltag, zum eigenen Garten womöglich, und aus genau dieser vermeintlichen, allein vom Titel herausbeschworenen Bekanntheit entwickelt Jürgen Nendza eine neue und intensivere Art des Sehens, in der die Barrieren von Landschaft und Selbst allmählich füreinander durchlässig werden.

Apfel und Amsel ist ein helles Buch – Bekenntnisse eines »Lichtkeimers«, eine Liebes- und Lebenshymne.
Jürgen Brôcan | Fixpoetry (Mai 2012)

 


BLÄTTER fallen, Federn und was sagen
die Blutkörperchen, die roten und die weißen:

Ein Zittern geht umher wie jeden Tag, immer
wird etwas gesucht. Wir lesen uns

mit Händen, öffnen, einsortiert ins Licht,
die Augen und wir schließen sie. Ich scharre

mit den Wimpern. Wir hätten schlafen können
in der Luft, im Flugschatten der Amsel, so unliniert

stand einmal der Tisch, der keiner war, im Zittern
und im Gras. Das Zimmer horcht jetzt auf,

die Stille schlägt mit Türen: Du kommst herein,
die Hände voller Seen, auf denen Blätter treiben.

 

Aus: Apfel und Amsel


Das Buch im Verlag

Weitere Bücher im Verlag

Mikadogeäst

picknick (2017)

suprcomonlineshop

Einloggen

Guten Tag, | Ausloggen

Guten Tag, | Adminbereich | Ausloggen