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David Krause: Die Umschreibung des Flusses

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David Krause
Die Umschreibung des Flusses
Gedichte
80 S., Hardcover, 17,80 Euro
ISBN 978-3-940691-78-1
poetenladen Verlag, Herbst 2016

Die Umschreibung des Flusses

Mit dem Band Die Um­schrei­bung des Flus­ses legt der jun­ge Köl­ner Au­tor und Leon­ce-und-Le­na-Preis­trä­ger Da­vid Krau­se sein De­büt vor.
Die an Brink­mann ge­schul­ten Ge­dich­te le­ben von ih­rer nar­ra­ti­ven Strin­genz und span­nen Bo­gen von poe­ti­scher Kraft. In ih­nen ver­bin­den sich Er­zähl­tes, Er­leb­tes und Er­in­ner­tes, und mit dem Strom des Er­inn­ern­ten öff­nen sich Räu­me voll Ma­te­ria­li­tät und ein­dring­li­cher Bil­der. Ei­ne Wie­der­ge­burt des Emp­fin­dens scheint sich an­zu­bah­nen, ei­ne Bei­läu­fig­keit des Spre­chens, das vom Pro­sa­ge­dicht in­spi­riert ist und vom Ton der Beat-Ge­ne­ra­ti­on und der Neu­en Sub­jek­ti­vi­tät.

»Sei­ne Ge­dich­te er­schei­nen als ver­hei­ßungs­vol­ler Auf­takt ei­nes li­te­ra­ri­schen Wer­kes.« Ju­ry­be­grün­dung Leon­ce-und-Le­na-Wett­be­werb

 

Die FAZ zum Band Die Umschreibung des Flusses

»Das Ly­rik­de­büt von Da­vid Krau­se (Jahr­gang 1988) führt den Le­ser in ein mä­an­dern­des Strom­land der Spra­che, mit ih­ren Au­en von Er­le­ben, Er­in­nern und phan­ta­sie­ren­den Träu­men. …Da­vid Krau­se wur­de 2015 mit dem Leon­ce-und-Le­na-Preis für jun­ge Ly­rik aus­ge­zeich­net. In sei­nem De­büt ler­nen wir ei­nen Au­tor ken­nen, der mu­tig sucht und sehr oft fin­det. Dann ge­lin­gen ihm Sprach­bil­der, die in ih­rer Fri­sche ir­ri­tie­ren und be­rüh­ren.«
FAZ, No­vem­ber 2016

Wolken

Es gibt keinen Fluss
neben diesem Haus und in dem Haus
kein Kinderbett, überzogen mit Wolken,
wo der Sohn die Augen schließt
und die Arme ausstreckt bis weit
über den Rand. Es gibt
keinen Schuppen im Garten,
wo der Vater mit dem Messer
zärtlich die Soldaten schnitzt,
und wenn die Wolken donnern,
stellt er sein Heer auf und träumt. Es gibt
kein Wohnzimmer, wo die Mutter
den Schal strickt, groß genug
für alle zusammen, und es ticken
die Nadeln, die Uhren, die Zähne, während
die Fäden zu Mustern verwachsen:
Wolken und Wolken und Wolken. Es gibt
keine Fenster und Türen und Wände.
Das Gras und den Wind und Wellen in Pfützen
gibt es jetzt. Es gibt
die fliehenden Wolken.
Es gibt mich,
den Schal um den Hals,
einen Soldaten in der Hand,
nicht mehr
den Fluss, nur sein Bett, es gibt
mir einen Ort, es gibt
mir einen Ort.

Aus: Die Umschreibung des Flusses (poetenladen 2016)


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