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Anne Dorn: Wetterleuchten

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Anne Dorn
Wetterleuchten
Gedichte |Reihe Neue Lyrik  Band 1
poetenladen 2011
gebundene Ausgabe
80 Seiten, Euro 16.80
ISBN 978-3-940691-30-9
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner

 

„He, ihr alten und neuen Menschen,
entschuldigt, daß ich anklopfe und vorbeikomme
mit meinem Bauchladen – “

Partitur des Erinnerns

In ihren dichterischen Texten spiegelt sich Anne Dorns Generalthema der Trennungen, Verluste und des Sich-Wiederfindens, Bewahrens, das ohne den zeitgeschichtlichen Hintergrund eigener Lebenserfahrungen kaum denkbar ist, in sublimerer Weise als in ihrer Prosa wider. Eine Thematik, die auch vom frühen Wechsel von Ost- nach Westdeutschland zu Kriegsende geprägt ist, von der wiederholten und regelmäßigen Rückkehr in eine vertraute Fremde, die die Kindheitsorte bei und in Dresden in ihren Augen später darstellen mochten, in der Zeit der Teilung. In den Gedichten schwingen die Erfahrungshintergründe, die den Stoff der Prosaarbeiten bilden, leise mit, teilen sich mit, vielfach gebrochen, als schaute man durch ein Prisma auf diese Landschaften, die Landschaften der Kindheit wie die ihrer Reisen und jener Orte, die sie sich neu ge- und erfunden hat.


Anne Dorn wurde 1925 in Wachau bei Dresden geboren und starb am 8. Februar 2017 in Köln, wo sie lange Jahre als Schrift­stel­lerin lebte. Sie verfasste mehrere Romane, Hörspiele und verwirk­lichte sechs Autoren­filme für das Fern­sehen.

Ihre Gedichte erschienen regelmäßig im Jahrbuch der Lyrik. Nach ihrem Band Wetterleuchten, der in der Reihe Neue Lyrik (Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, poetenladen Verlag 2011) erschien, ist Jakobsleiter ihr zweiter und letzter Gedichtband.


 

Stimmen zum Buch

 

Es sind feingewebte epische Gedichte, Sammelstücke eines ganzen Lebens, die Geschichten erzählen von „südlichen Februartagen“, „Sterbenswollust“ und dem „Weg ins Dorf“. Außergewöhnliche, eindrucksvolle Lyrik, die durch eine klare, einfache Sprache besticht …
WDR | Matthias Ehlers

Diese unspektakulär eindringlichen Gedichte Anne Dorns springen und knistern wie ein elektrischer Funken zwischen den Polen Vergangenheit und Gegenwart und leuchten dabei mit einem eigentümlich phosphoreszierenden Licht. Ähnlich wie die Werke der großen Dichter William Wordsworth und Michael Hamburger zeichnen sich auch die Gedichte Anne Dorns durch einen ihnen innewohnenden Respekt vor den Erscheinungen, den hell wetterleuchtenden Dingen wie jenen im Dunkel verbleibenden, und durch ein Wissen von größeren und Alles mit Allem unsichtbar verwebenden Zusammenhängen aus …
die horen | Cornelia Jentzsch

Sechsundachtzig Jahre alt hat Anne Dorn werden müssen, um ihren ersten Gedichtband zu veröffentlichen – und damit das vielleicht dienstälteste Debut der deutschen Lyrik vorzulegen. … Der Band [ist] von ungewöhnlicher Geschlossenheit, die ihn zu einem Ereignis macht.
Fixpoetry | Jürgen Brôcan

Nicht zufällig steht „Ein Gedicht“ am Anfang von „Wetterleuchten“.
Es ist zusammen mit dem kommentierenden Film ihre Poetikvorlesung. Zuerst ist da: Das Staunen, das Suchen, die Neugierde. Was ihre angespannte Neugierde entdeckt, wird von der Autorin mit nach Hause genommen, eingepflanzt, begossen, vor Läusen bewahrt und sprachlich zur Blüte gebracht. Schreiben ist wie Sammeln von Samen, säen und ernten. …
Anne Dorn und die Engel der Zeit
Feature von Theo Roos / Adrian Winkler (Redaktion) WDR 2012

Anne Dorns Texte kommen von der Prosa her, diktiert von einem unverfälschten Erzählrhythrnus, der mich berührt hat. In den Gedichten schwingt ein Lebensraum mit, die Erfahrung um den Wert der Schönheit des Details an den Dingen.
Ostragehege | Thomas Ernest (September 2012)

Die Worte ihrer Verse klingen, als kämen sie direkt aus der Mitte der Erfahrungen.
Dresdner Neueste Nachrichten | Tomas Gärtner (Juli 2012)

Das lyrische Ich ist immer dicht an der Welt, fasst nach ihr, betrachtet sie, sammelt und gibt.
Sächsische Zeitung | Undine Materni (Juli 2012)

Anne Dorn verschweigt nichts: keinen Schmerz, keine Enttäuschung, keine Furcht, nicht bange Erwartung und Hoffen. Ihre Gedichte sind miniaturhafte Erzählungen, in denen sie eine Stimmung hinmalt, die eine große Spannung erzeugen. Diese verdichtete Atmosphäre entlädt sich häufig in ein »dennoch«, wie wir es auch von Hilde Domin kennen. …
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln | Kölnische Bibliotheksgesellschaft | GEDOK Köln

Gedichte, die uns absolut etwas zu sagen haben.
Büchermarkt Deutschlandfunk | Hajo Steinert

 

 

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