poetenladen    Bücher portofrei aus dem Verlag

Andreas Altmann: Die lichten Lieder

17,80 € VERSANDKOSTENFREI
Versandkostenfrei
Lieferzeit 1–3 Tage

Bitte beachten Sie, dass es bei Lieferungen ins Ausland zu abweichenden Lieferzeiten kommen kann.

In den Warenkorb

Andreas Altmann
Die lichten Lieder der Bäume liegen im Gras und scheinen nur so
Gedichte
poetenladen 2014
Gebundene Ausgabe
104 Seiten | Euro 17.80
ISBN 978-3-940691-52-1

Intensität der Bilder

»Die magische Schönheit verdankt sich der Intensität der Bilder. Altmann knüpft Bezüge und lockert sie sofort. Die Gedanken geraten ins Schwingen, Klang und Rhythmus, die sinnlichen Aspekte der Sprache, kommen zu ihrem Recht.« FAZ

Andreas Altmann lässt in seinem neuen Gedichtband die Magie in den Worten aufscheinen. Die Natur und die sich darin spiegelnden geistigen Dimensionen werden zu einem schwebenden Spiel aus Melodik und Rhythmik. Dabei entgehen dem Blick nicht die zivilisatorischen Brachen, leere Fabrikhallen oder stillgelegte Bahnhöfe, geborstener Beton, Rudimente einer vergessenen Zeit und Indizien einer Vergangenheit, die Teil des Naturbildes werden.

Andreas Altmann, geboren 1963 in Hainichen (Sachsen), absolvierte ein sozialpädagogisches Studium und lebt heute in Berlin.
Er veröffentlichte sieben Gedichtbände und erhielt unter anderem den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, den Christine-Lavant-Lyrikpreis, den Erwin-Strittmatter-Preis, die Ehrengabe der Schillerstiftung (Dr.-Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe 2011) sowie den Literaturpreis 2012 des Sächsischen Kunstministeriums.


herzgegend

bäume haben sich ihre schatten herausgerissen,
brennen im wurzelfeuer. holzasche über
geöffneter erde verstreut. das licht der laternen
wurde durchtrennt, lose treibt es im augenwind.
die tür ist zugemauert, fenster sind verschweißt.
auf den scheiben liegen die nerven der blicke
blind. hier atmen worte ihr schweigen aus.
wege werden umgeleitet oder lösen sich unter
schritten auf. echos der großen geräusche dringen
in den raum. erinnerungen häuten sich. immer
wieder stellen sie mir ihre körper in die spiegel.
ich muss mich nur weit genug von ihnen entfernen,
dann kann ich sie sehen. und mich in ihnen
bewegen. wie leicht mir das alles fehlt.

Aus: Die lichten Lieder der Bäume
liegen im Gras und scheinen nur so


Stimmen zum Buch

»Der Dichter Andreas Altmann gehört zu einer Generation, für die Täuschung Teil der Geschichte ist – einer Täuschung, der er im Elementarraum der Natur auf den Grund zu gehen sucht…
Seit Mitte der 90er Jahre ist er zu einer der eindringlichsten lyrischen Stimmen avanciert, die für genau geschaute, tiefenscharfe Gedichte steht. Ihre Wahrnehmungsstreifzüge legen den doppelten Boden frei, auf dem Natur sich uns offenbart: dem von Geschichte und Erinnerung – und dem der Sprache, der Natur erst benennbar macht und uns zugleich wieder von ihr trennt.«
Tagesspiegel | Jan Volker Röhnert 

»Jedes Wort in Altmanns Gedichten ist einfach und verständlich, und dennoch treiben die Worte immer heraus aus dem Konkreten, dem sie entstammen. Sie kommen in andere Gebiete abhanden. Wie leicht ihm das alles scheinbar fällt! Die Bilder, von hoher Intensität, schweben. Willkürlich. Willkommen. Und doch bündelt jedes Gedicht in großer Strenge eine einzige Geschichte. Kirschblüten und Buschwindrösschen sind in diesem Band trotz des lichten Titels eine Seltenheit.«
Perlentaucher | Marie Luise Knott 

»Als echter Wortmagier erweist sich Altmann stets dort, wo er das Überregionale ins Regionale holt, wo er ein Stück Welt kartographiert, indem er es auf der Heimat abbildet. Auch seine Überblendungen der Wirklichkeit mit Fiktionen muten meisterlich an.«
mdr figaro | Ulf Heise | März 2015

»Diese Gedichte gehen dem Leser nach, saugen ihn an und auf … Wer sich einläßt auf die berückende Art des Schauens und Schreibens, gerät in eine lyrische Welt, die sich in alle erdenklichen Richtungen öffnet, Raum bietet für vielfältige Gedanken, die besticht durch die hohe Kunstfertigkeit des Dichters, die einfachen Dinge hervorzuheben und ungewohnt zu verknüfen. Das nimmt gefangen und macht neugierig auf mehr.«
Ort der Augen | Christiane Schulz 

»Lässt man sich in Altmanns Bildwelten weisen, befindet man sich sogleich in einem furiosen Universum aus intensiven Texten und Tönen. Ein Universum, das dem Alltag entspringt, dessen – von vielen meist unbeachteten – minimalen Besonderheiten, objets trouvés gleich. Dazu dieser perlende Klang, dieser stimmige Rhythmus – damit verdichtet es sich zum gültigen, zum großen Bild.«
Buchkultur – Das internationale Buchmagazin 

 

Das Buch im Verlag

Weitere Bücher im Verlag: 

  • Es gibt eine andere Welt (Hrsg)

suprcomonlineshop

Einloggen

Guten Tag, | Ausloggen

Guten Tag, | Adminbereich | Ausloggen